Warum der Song „Es gibt ein Leben vor dem Tod“ entstand

2020 erleben wir eine riesige Zäsur. Corona entzweit Gesellschaft, Freunde und Familien. Die Politik regiert mit Angst, die Leitmedien sind auf dem vorläufigen Höhepunkt des Sensationsjournalismus angekommen. Daten werden zusammenhangslos präsentiert, weltweit anerkannte Experten werden ignoriert, Denunziantentum ist wieder mal en vogue.

Kinder, Alte, Selbständige, Kleinunternehmer, Kulturschaffende u.v.a gehören zu den großen Verlierern der aktuellen Krise.

Was Hoffnung macht ist, dass es sie gibt, die Wissenschaftler, Journalisten und Anwälte, die trotz zu befürchtender Repressalien unbequeme Fragen stellen und die zur Verfügung stehenden Daten in ein evidenzbasiertes Verhältnis zu den Maßnahmen setzen.

Die skeptischen Stimmen, die früh darauf hingewiesen haben, wurden diffamiert, YouTube Beiträge von Professoren wie John Ioannidis wurden gelöscht, Wikipedia Einträge von Experten wie Clemens Arvay wurden manipuliert – unvorstellbar in einer Demokratie.

Das ursprüngliche Ziel, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, ist völlig aus den Augen verloren worden. Es geht den Verantwortlichen vor allem um den weltweit, flächendeckenden Einsatz eines neuen, noch nicht sicher erprobten Impfstoffes, so haben es Vertreter aus Pharmaindustrie und Politik angekündigt und genau das sollte kritisch hinterfragt und nicht ungefragt durchgewunken werden.

Es ist zur Zeit nicht leicht, sich kritisch zu äußern, schnell wird man in die Verschwörungsecke gepackt oder ausgegrenzt, egal wie differenziert man sich informiert und wie zugewandt man argumentiert. Dennoch bitte ich jeden, der Zweifel an den Maßnahmen hat, diejenigen zu unterstützen, die um eine Aufarbeitung der aktuellen Situation bemüht sind.

Manch einer kann es nur schwer ertragen, dass in stürmischen Zeiten die Entscheidungen der Regierung hinterfragt werden, aber genau das ist unabdingbar, ein fairer, ergebnisoffener, ausserparlamentarischer Diskurs, gerade jetzt, da die Opposition schweigt.

Alternativlos gibt es nicht. Wenn es und gelingt, alte Strukturen aufzubrechen und für ein nachhaltiges, sozial gerechtes Weltengebäude den Grundstein zu legen, wird die Corona Krise zu einer einmaligen Chance werden.

Wir könnten scheitern, stimmt, aber wir sollten es versuchen.

3 Kommentare

  1. Lieber Jens,
    für deine hoffentlich aufrüttelnden Texte möchte ich dir mit einem Gedicht von Erich Fried
    danken :

    „Die Gewalt“

    Die Gewalt fängt nicht an,
    Wenn einer einen erwürgt.
    Sie fängt an, wenn einer sagt:
    „Ich liebe dich:
    du gehörst mir!“

    Die Gewalt fängt nicht an,
    wenn Kranke getötet werden.
    Sie fängt an, wenn einer sagt:
    „Du bist krank:
    Du musst tun, was ich sage!“

    Die Gewalt fängt an,
    wenn Eltern
    ihre folgsamen Kinder beherrschen,
    und Päpste und Lehrer und Eltern
    Selbstbeherrschung verlangen.

    Die Gewalt herrscht dort wo der Staat sagt:
    „ Um die Gewalt zu bekämpfen
    darf es keine Gewalt mehr geben
    außer meiner Gewalt!“

    Die Gewalt herrscht
    wo irgendwer oder irgend etwas
    zu hoch ist oder zu heilig,
    um noch kritisiert zu werden.

    Oder wo Kritik nichts tun darf,
    sondern nur reden,
    und die Heiligen oder Hohen
    mehr tun dürfen als reden.

    Die Gewalt herrscht dort wo es heißt:
    „ Du darfst Gewalt anwenden!“
    Aber auch dort wo es heißt:
    „Du darfst keine Gewalt anwenden!“

    Die Gewalt herrscht dort,
    wo sie ihre Gegner einsperrt
    und sie verleumdet
    als Anstifter zur Gewalt.

    Die Gewalt kann man vielleicht nie
    mit Gewalt überwinden,
    aber auch nicht immer ohne Gewalt.

    Mit lieben Grüßen,
    Guenter K.

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